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Lexikon

M2M (machine to machine): Maschine-zu-Maschine-Kommunikation

Auf einen Blick

Beim Prozess Machine to Machine kommunizieren Endgeräte direkt miteinander, Informationen werden also direkt zwischen den Devices ausgetauscht. Im Internet of Thingsist dieser Datenaustausch von Maschine zu Maschine essentiell, doch auch andere Anwendungen in der industriellen oder privaten Fernüberwachung und Steuerung werden durch M2M-Prozesse ermöglicht oder erleichtert.

Die Funktionsweise von Machine to Machine-Kommunikation

M2M-Abläufe brauchen zunächst einmal einen Weg für ihre Kommunikation, dabei stehen Geräten grundsätzlich drei verschiedene Ansätze zur Verfügung.

Für Endverbraucher und viele kleinere Unternehmen erfolgt der Datenaustausch über Kommunikationsnetze. Die Kommunikation im Mobilfunknetz ist dabei die gängigste Art, um Informationen zwischen Maschinen über Ferndistanzen auszutauschen. Auf Nahdistanzen kann drahtlose Kommunikation beispielsweise über WLAN, Bluetooth oder ZigBee erfolgen. Auch kabelgebunden kann der Informationsaustausch erfolgen.

Die anderen beiden Wege des Austauschs sind der Datenend- und der Datenintegrationspunkt. Beide Punkte arbeiten hierbei drahtlos miteinander und während es sich bei Datenintegrationspunkten etwa um Serversysteme handelt, sind die Datenendpunkte häufig Verkaufsautomaten. So könnte ein Geldautomat als Datenendpunkt kommunizieren, dass die Banknoten aufgefüllt werden müssen.

Ganz neu ist das grundsätzliche Prinzip der Machine to Machine-Kommunikation nicht, denn es denkt lediglich Telemetrie mit neuen Mitteln weiter. Bei klassischer Telemetrie werden Daten von Sensoren oder den Geräten selbst an eine zentrale Sammelstelle geschickt. Dort werden die Daten von Menschen oder von einem Computer aus ausgewertet und schließlich an andere Geräte weiter geschickt und dort angewandt.

Telemetrie 4.0 - wie das Internet die maschinelle Kommunikation revolutioniert

Das Besondere bei dieser Kommunikation als weitergedachte Form von Telemetrie ist die weite Verbreitung der notwendigen Technologien und die dadurch quasi flächendeckende Zugänglichkeit. Sensoren, einfache Computersysteme und das Internet sind die Basis eines besseren und schnelleren Datenaustausches von Maschine zu Maschine. Diese direkte Form des Internet of Things ist dabei sowohl für den Endverbraucher relevant wie auch für Industrie, Verwaltung und Handel.

Von großem Flottenmanagement über eMedizin und Ferndiagnosen bis hin zur Überwachung und Steuerung von Maschinen in der Fertigung und der Verkehrssteuerung vereinfacht diese Form der Kommunikation so viele Prozesse und automatisiert sie, dass sie in vielen Bereichen bald als unsichtbarer Standard wahrgenommen wird.

Ein gutes Beispiel für die schnelle Verbreitung und Akzeptant von automatisierten Prozessen der Maschinenkommunikationist etwa das drahtlose Zahlen zwischen digitaler Wallet im Smartphone und Kassensystem. Auch für das Smarthome ist die Implementation von M2M-Kommunikation natürlich essentiell.

Die Vorteile von Machine to Machine-Anwendungen im Überblick

Machine to Machine besticht in der praktischen Nutzung durch einen niedrigen Energieverbrauch, einen zeitlich steuerbaren Datenaustausch, ortsgebundene Benachrichtigungen und den kontinuierlichen Austausch von Daten.

Wichtige Standards zur Nutzung von M2M und der Sicherheit der Anwendungen wurden vom Europäischen Institut für Telekommunikationsstandards ausgelobt. Die wichtigsten Punkte hierbei sind die Skalierbarkeit, die Anonymität (auf Wunsch muss die Identität eines Devices verschleiert werden können) und die Erstellung eines Logs zur Protokollierung aller Aktivitäten.

IoT und M2M - Unterschiede und Anwendungsszenarios

Das Internet of Things in den eigenen vier Wänden wird durch einen direkten Datenaustausch in Echtzeit von Maschine zu Maschine revolutioniert, denn die Kommunikation erfolgt so nicht unverzüglich nur im Haushalt, sondern kann auch vom Endverbraucher einfach aus der Ferne vom Smartphone aus gesteuert werden. Wobei die Abgrenzung zwischen Machine toMachine-Kommunikation und Internet of Things hier fließend sind. Streng genommen gibt es scharfe Abgrenzungen, denn M2M erfolgt in geschlossenen Systemen ohne menschliche Einwirkung und ist hardwarebasiert, allerdings ist ein Integrationspunkt von IoT in ein geschlossenes Maschinensystem in vielen Anwendungsfällen erforderlich, um die Vorteile der Maschinenkommunikation nutzbar zu machen.

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