ROBIOTIC

Lexikon

Internet of Things

Auf einen Blick

Das Internet of Things (IoT) bezeichnet ganz allgemein gesagt ein System aus vernetzten Dingen. Diese Dinge können Geräte, Maschinen, Sensoren oder ganze Anlagen sein. Auf Deutsch spricht man häufig auch vom Internet der Dinge.

Technische Grundlagen

Das Internet of Things macht sich Funktechnologien wie Wi-Fi, Bluetooth und Mobilfunk zunutze, um verschiedenste Geräte drahtlos untereinander kommunizieren zu lassen. Auch kabelgebundene Geräte können Teil eines IoT sein. Viele Szenarien erfordern zudem, dass die vernetzten Geräte nicht nur untereinander kommunizieren können, sondern auch Daten über das Internet senden und empfangen müssen, z. B. um online verfügbare Services zu nutzen, Daten in der Cloud zu speichern oder Daten aus einer online verfügbaren Datenbank abzurufen.

Automatisierung mit IoT

Ein Hauptanwendungszweck der untereinander vernetzten Geräte ist die Automatisierung von verschiedenen Abläufen. Die Geräte kommunizieren so untereinander, dass menschliches Eingreifen nicht mehr zwangsläufig notwendig ist, um bestimmte Abläufe zu steuern. In der Regel gibt es zusätzlich eine Schnittstelle, über die Menschen in das System eingreifen können, z. B. über eine App fürs Smartphone oder über eine Weboberfläche.

Anwendungsgebiete

Das Internet der Dinge wird sowohl für private als auch für kommerzielle Zwecke verwendet. Im privaten Umfeld ist ein Beispiel Smart Home: Vernetzte Geräte reichen hier von drahtlos steuerbaren Glühbirnen über Sprachassistenten bis hin zu smarten Türschlössern. Das Internet der Dinge ermöglicht privaten Nutzern, viele unterschiedliche Aspekte in ihrem Zuhause per Smartphone zu steuern oder diese automatisch steuern zu lassen. Beispiele:

  • Ein Smartes Thermostat kann mittels Geofencing und Wetterdaten das Heizverhalten im Zuhause dynamisch anpassen.
  • Die Helligkeit und Farbe der Beleuchtung im Haus wird abhängig von der Tageszeit automatisch angepasst.
M2M Kommunikation
Die eigenständige Kommunikation zwischen Maschinen ist eine wichtige Voraussetzung z. B. für automatisierte Produktionsanlagen. Viele Szenarien in der Industrie 4.0 bauen darauf auf, dass Maschinen miteinander kommunizieren, um Arbeitsschritte aufeinander abzustimmen und Prozesse zu optimieren. So kann die Effizienz in der Produktion und Logistik erhöht werden. Das IoT bzw. IIot (Industrial Internet of Things) bietet die technische Grundlage, um die einzelnen Geräte und Sensoren miteinander zu vernetzen.

Smart Factory
Eine Smart Factory nutzt das IoT und viele verwandte Technologien wie Big Data, um ganze Fertigungsketten zu automatisieren und zu optimieren. Durch diese fortgeschrittene Automatisierung lassen sich auch kleinste Losgrößenpreiswert produzieren: Alle Anlagen arbeiten flexibel und organisieren sich überwiegend selbst - es macht kaum noch einen Unterschied, ob eine Maschine für ein Einzelstück oder für eine große Serie ausgerüstet wird, da Schritte wie Einstellen, Messen oder Werkzeugwechsel eigenständig durch die Geräte vorgenommen werden. Menschen leisten in einer Smart Factory hauptsächlich noch Aufgaben wie das (virtuelle) Design der Produkte oder den Aufbau und die Überwachung der Anlagen.

Weitere Beispiele
  • Smart City
  • Smart Building
  • Wearables
  • Connected Cars


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