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Lexikon

Car-to-Infrastructure-Communication

Auf einen Blick

Die Kommunikation Car-to-Infrastructure (C2I) kommt bei Connected Cars zum Einsatz - Autos, die unter anderem mit ihrer Umgebung interagieren, um bestimmte Vorgänge automatisch ablaufen zu lassen. Die Technologie C2I ermöglicht es Autos, mit Geräten aus Ihrer Umgebung drahtlos zu kommunizieren. Genauer gesagt handelt es sich um Geräte, welche in der Infrastruktur vorkommen: intelligente Verkehrszeichen, Funkbaken, Ampeln usw.

Car-to-X-Kommunikation (C2X)

Car-to-X-Kommunikation (C2X) bezeichnet die Kommunikation von Connected Cars mit beliebigen anderen Faktoren - das "X" steht gewissermaßen für "Alles". Bewegungsdaten, die das Auto sammelt, werden ganz allgemein gesagt an Dritte übertragen, z. B. an Systeme aus der Umgebung oder an Mobilfunksysteme. C2I ist eine Unterart der C2X-Kommunikation. Andere Unterarten sind z. B. Car-to-Car (C2C), Car-to-Enterprise (C2E) oder Car-to-Mobile (C2M).

Technische Voraussetzungen für Car-to-Infrastructure-Communication

Die Technik arbeitet drahtlos, um erfasste und fest eingespeicherte Daten mit der Umwelt des Fahrzeugs zu kommunizieren. Dafür kommen verschiedene Funktechnologien in Frage, z. B. WLAN, Bluetooth, ZigBee oder auch Dedicated-Short-Range-Communication-Netze (DSRC-Netze) gemäß IEEE 802.11p. Auch die Kommunikation mit Satelliten (z. B. für GPS) und der Empfang von Rundfunksignalen (z. B. TCM für Verkehrsinformationen) kann als Teil von C2I-Kommunikation betrachtet werden. Ferner können diverse Mobilfunksysteme genutzt werden, um unterwegs Daten über das mobile Internet zu senden und zu empfangen. Das Fahrzeug selbst muss also über die entsprechende technische Ausstattung verfügen, um vom C2I profitieren zu können. Moderne Fahrzeuge besitzen häufig ein umfangreiches Infotainment-System, in das entsprechende Hardware integriert ist. Manche Funktionen können auch per Smartphone genutzt werden.

Mögliche Anwendungsbeispiele für Car-to-Infrastructure-Communication

C2I ist Voraussetzung für verschiedene automatische Abläufe, bei denen Sensordaten oder andere Informationen aus dem Fahrzeug mit der Umwelt geteilt werden müssen, z. B., um den Fahrer wichtige Informationen zu seiner Umgebung zu liefern oder automatisch auf dynamische Verkehrssignale reagieren zu können. Mögliche Szenarien:

Zäh fließenden Verkehr und Staus automatisch melden

In Baustellen und am Ende eines Staus kommt es häufig zu Unfällen, wenn unaufmerksame Fahrer von der Situation überrascht werden. Über Funkbaken oder Mobilfunk könnten entsprechende Warnsignale bereits frühzeitig an das Fahrzeug gesendet werden. Der Fahrer könnte das Signal im Auto angezeigt bekommen und sich entsprechend vorbereiten. Umgekehrt können Fahrzeuge melden, wenn sie sich gerade in einem Bereich mit Stau oder zäh fließendem Verkehr befinden, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen.

Mautstationen

Dedicated-Short-Range-Communication-Netze (DSRC-Netze) sind die technische Grundlage für Mautstationen in einigen europäischen Ländern. Funkstationen am Straßenrand spannen ein zweckgebundenes Netzwerk mit stark begrenzter Reichweite auf. Betroffene Fahrzeuge (z. B. LKW) können im Vorbeifahren eindeutig identifiziert und zwecks Mautabrechnung für den entsprechenden Streckenabschnitt registriert werden.

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