5 Mal IoT für KMU: So eröffnet die Digitalisierung auch kleinen Unternehmen große Chancen

 5 Mal IoT für KMU

 

Industrie 4.0. Digitalisierung. Smarte Fabrik. Digitale, intelligent vernetzte Arbeitsprozesse, Maschinen, Mitarbeiter und Kunden. Das Internet of Things ist nach Einschätzung aller Experten ein Billionen Euro schwerer, exponentiell wachsender, spannender globaler Zukunftsmarkt. Und von diesem Potential profitieren nicht nur die großen Konzerne, die sich komplett transformieren werden: So gut wie jedes Unternehmen kann sich fit machen für die digitale Zukunft, mit unterschiedlichen, passenden Maßnahmen und innovativen Lösungen. Deswegen richten wir den Fokus in unserem neuen Blogartikel bewusst auf die kleineren, mittelständischen Unternehmen (KMU). An fünf Punkten machen wir deutlich, wie gerade sie von gezielten IoT-Maßnahmen profitieren können und wie sie das enorme Potential digitaler Technologien für sich nutzen sollten, um ihren Wettbewerbsvorsprung zu halten – nicht zuletzt auch in herausfordernden Krisenzeiten.

 

1. Prozessoptimierung

IoT-Lösungen basieren auf intelligenten Netzwerkstrukturen und verlässlicher Echtzeitfähigkeit: Damit bieten sie optimale Möglichkeiten, bestehende Prozesse zu optimieren, zu kontrollieren und zu steuern. Via IoT-Technologie erfasste Betriebsdaten werden in zentralen Informationssystemen unternehmensübergreifend gespeichert, verarbeitet und im Anschluss detailliert ausgewertet und analysiert. Die daraus entstehenden Maßnahmen sorgen für die gewollten Ergebnisse: Risikominimierung, Ertragsoptimierung und Kostensenkung.

 

2. Cloud Computing

Eine konstante Datenerfassung und Datenanalyse setzt eine verlässliche, permanente Datenübertragung voraus. Idealerweise läuft dies über die Vernetzung der Maschinen und eine Anbindung an eine IoT-Cloud. Eine solche Cloud-Lösung bietet sich besonders für kleinere Unternehmen an, die noch nicht über die passende, eigene IT-Infrastruktur verfügen. Sie können so einfach genau die Leistungen als On-Demand „Software-as-a-Service“ Paket kaufen, die sie für das jeweilige IoT-Projekt auch benötigen – für genau den gewünschten Zeitraum. Das heißt: Der strategisch sinnvolle Einstieg in die Digitalisierung ist auch mit geringen Ressourcen und ohne komplexe Systemintegration möglich. 

Ein angesagtes Stichwort ist hier „Colocation 4.0“: Viele Unternehmen lagern ihre Data Center nicht zuletzt deswegen an erfahrene Dienstleister aus, weil diese eine hohe Ausfallsicherheit, Skalierbarkeit und hochmoderne Sicherheitskonzepte garantieren. Die externen Spezialisten sorgen so quasi im Hintergrund aus für ein stabiles, sicheres Fundament der internen Systeme - inklusive Stromversorgung, Kühlung, Umweltschutzanforderungen und mehr. Die Unternehmen selbst können sich auf die eigene digitale Transformation konzentrieren.

 

3. Digital Workplace

Mobiles und flexibles Arbeiten, auch im Home Office: Eine wichtige Grundlage der "Digitalen Resilienz". Der Digital Workplace ist ein Garant für Business-Kontinuität. Voraussetzung ist die richtige Infrastruktur mit der notwendigen Bandbreite (VPN), der passenden Hardware (Notebooks, Smartphones) sowie den notwendigen Berechtigungen (Active Directory) und Accounts (SaaS).

So entstehen flexible, digitale Arbeitsplätze, die den Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn Standorte geschlossen werden müssen – beispielsweise während einer Pandemie. Online Meetings? Kein Problem: Videokonferenzen sind mittlerweile Standard, für die Wartung von Maschinen und Anlagen empfiehlt sich der gesamte Bereich Augmented/Virtual Reality. Ein agiles, flexibles Zusammenarbeiten in cross-funktionalen und dezentralen Teams ist so kein Wunschtraum mehr. Positiver Nebeneffekt dieser Investitionen: Minimierte Reisetätigkeiten schonen die Personalressourcen.

 

4. Recruiting

Potentielle neue, junge Mitarbeiter gehören mittlerweile alle zur Generation der „Digital Natives“. Für sie sind viele Aspekte einer digitalen Welt selbstverständlich. Umso leichter fällt es ihnen, sich in dieser zurechtzufinden und – zum Beispiel – IoT-Technologien anzuwenden oder sogar selbst IoT-Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die These lautet also: Je höher ein Unternehmen digitalisiert ist, umso attraktiver wird es für Digital Natives. Die Formel für ein erfolgreiches Recruiting könnte also lauten: Ein modernes Arbeitsumfeld zieht ebenso moderne potentielle Arbeitnehmer an – völlig egal, wie groß das Unternehmen ist. 

 

5. Smart Factory

Nein, der Wandel hin zur „Smart Factory“ ist für KMU nicht zu groß. Denn auch kleinere Unternehmen können ihre Prozesse smart und intelligent gestalten, um die Bereiche Qualität, Kosten und Zeit zu optimieren. Smart Factory heißt: Geringerer Ausschuss, kürzere Durchlaufzeiten, verlässlichere Liefertermine, schnellere Angebotserstellung. Genau diese Möglichkeiten zur Digitalisierung können und sollten mittelständische Betriebe nutzen, gern auch in anfangs kleinen und überschaubaren Schritten. Denn genau so sichern sie sich einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber ihren nicht-digitalisierten Konkurrenten sichern, die diese Chancen noch nicht erkannt haben. 

 


veröffentlicht am : 2021-10-06 10:00


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