Angesagte Sensortrends in 2022

Sensortrends 2022

Sensoren: Unentbehrlich in so gut wie allen Branchen, liefern sie wichtige Informationen über Werte wie Temperatur, Position, Druck, Kraft, Last, Durchfluss und Füllstand, die sich entscheidend auf Produkte, Prozesse und Systeme auswirken. Generell gilt: Technologische Fortschritte bei elektronischen Steuerungssystemen erhöhen die Effizienz von Sensoren, erfordern aber auch eine stetige Weiterentwicklung bei Sensoren selbst: Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Reaktionszeit, Robustheit, Miniaturisierung und Kommunikationsfähigkeit – all diese Parameter spielen eine wichtige Rolle. Nur ein kleines Beispiel aus dem Alltag: In Smartphones verrichten mittlerweile eine Vielzahl aus Sensoren wie Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, Näherungssensor und Temperatursensor ihre Arbeit. Bei industriellen Anwendungen im Bereich IoT sind es noch mehr, ohne die das globale Internet der Dinge als die Zukunftstechnologie schlechthin einfach nicht funktionieren würde.

 

Marktnachfrage nach Sensoren steigt

Die Nachfrage nach Sensoren steigt weltweit an. Kontinuierlich. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die steigende Produktion von Kraftfahrzeugen und Maschinen, der Siegeszug von IoT-Anwendungen, der allgemeine Trend hin zur Digitalisierung und Prozessoptimierung im privaten und industriellen Bereich, staatliche Vorschriften und die Etablierung neuer, innovativer Technologien wie beispielsweise mikroelektromechanische Systeme (MEMS), Optoelektronik und Fotoelektronik. Wir zeigen in diesem Blogartikel, welche Trends uns aktuell im Jahr 2022 besonders beschäftigen.

 

Sensoren und Medizin: It’s a match!

Implantierbare Sensoren, selbstversorgte Sensoren (beispielsweise Sensoren, die Körperbewegungen in mechanische Energie und Muskeldehnung in Elektrizität umwandeln), Biosensoren, MEMS und Nanosensoren: Diese Entwicklungen haben das Potential, die Gesundheitsbranche zu revolutionieren. Die Nachfrage nach Sensoren für medizinische Anwendungen ist enorm, weil es zahlreiche ausgereifte Anwendungen für Sensoren im medizinischen Bereich zur Erkennung und Messung physikalischer, mechanischer, chemischer und elektromagnetischer Parameter gibt: Von ganz einfachen wie Überwachung der Körpertemperatur bis hin zu komplexen Anwendungen wie MEG/MCG (Magnetoencephalography/Magnetocardiogram)-Systemen werden Druck-, Temperatur-, Durchfluss-, Encoder-, SQUID-, Beschleunigungsmesser-, Bild- und Biosensoren eingesetzt.

 

Sensoren und Luftqualität: Besser atmen und geringere Infektionsgefahr

Die Corona-Pandemie und damit einhergehende neue Arbeitsschutzregeln haben das öffentliche Bewusstsein für das Thema Luftqualität erheblich gesteigert. Und auch hier können sensorbasierte IoT-Anwendungen entscheidend unterstützen: Arbeitgeber müssen seit Sommer 2022 die Qualität der Luft in ihren Räumlichkeiten über eine CO2-Messung kontrollieren. Einfacher Grund: Die Höhe des CO2-Gehaltes hat Einfluss darauf, ob sich Menschen mit Influenza, Covid-19 oder ähnlichen Viren infizieren könmnen. In Klassenräumen, Großraumbüros und Produktionsstätten melden Sensoren mittlerweile also, ob festgelegte CO2-Grenzwerte (ab 2.000 ppm) inakzeptabel überschritten werden. Dieses Prinzip hilft auch beim Umgang mit oder der Lagerung von Schadstoffen: Auch hier können sensorbasierte IoT-Anwendungen bei der Überwachung optimal helfen und im Ernstfall sogar Leben retten.

 

Sensoren und Klima: Optimiertes Energiemanagement und aktiver Umweltschutz

Sensorbasierte IoT-Lösungen sind ideal geeignet, um den Energieverbrauch zu optimieren. Nicht nur im privaten Bereich, sondern auch im industriellen Sektor. Smartes Energiemanagement ist das Gebot – nicht nur der Stunde, sondern der Zukunft. Intelligente Sensorik ermöglicht darüber hinaus auch handfeste Klimaschutzprojekte: Sensoren messen Werte wie Temperatur, Bodenfeuchte oder Wasserstände. Waldböden werden via Bodenfeuchtesensoren überwacht, um rechtzeitig vor Waldbränden warnen zu können. Wasserstandsensoren unterstützen Hochwasser-Warnsysteme. Im „Project Carbdown“ wird CO2 mit Gesteinsmehl auf Ackerflächen gebunden – eine sensorbasierte LoRaWAN-IoT-Technologie sorgt dabei für die genaue Messung des absorbierten CO2, indem Sensoren die Daten unterirdisch in verschiedenen Bodentiefen erfassen.

 

Sensoren und Datenanalyse: Optimierte Prozesse in allen Bereichen

IoT-Lösungen, die erfasste Daten analysieren, dynamisch visualisieren und langfristig speichern: Ein absoluter Zukunftstrend! Eingesetzt für viele hochspezifische Anwendungsbereiche: Smart Building, Smart City, Facility Management. Spezielle Geschäftsanalyse-Dienste und Business-Applikationen helfen dabei, große Mengen komplexer Daten aus unterschiedlichsten Quellen automatisiert zu verarbeiten – Stichwort „Data Analytics“ und „Data Insights“. Ein großer Vorteil: Sie lassen sich mittlerweile geräuschlos in die bestehende Software-Infrastruktur integrieren. 

Von dieser Entwicklung profitieren übrigens nicht nur große Konzerne oder Behörden: Auch kleinere Unternehmen mit geringem IoT-Wissen können beispielsweise die Vorteile einer IoT Edge-Plattform nutzen und über passende Schnittstellen, interne Datenbanken, Analysetools und Visualisierungssoftware die erhobenen Sensordaten im gesamten Firmennetzwerk zur Verfügung stellen. Die Integration leicht bedienbarer IoT-Plattformen in den laufenden Produktionsprozess birgt ein riesiges Potenzial: Überwachen, alarmieren bei Grenzwertüberschreitungen, Produktionsausfälle vermeiden, Prozesse optimieren und vieles mehr. Die Ergebnisse überzeugen auch die Skeptiker: neue Bestellungen werden rechtzeitig ausgelöst, Überbestände im Lager vermieden, Platz und Ressourcen geschont, Kosten gespart.

 


veröffentlicht am : 2022-06-23 08:00


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